Tokyopop Amerika: Zusammenarbeit mit Fan-Scanlator möglich?

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Stuart Levy, CEO, Kreativdirektor und Gründer von Tokyopop, welche auch in Deutschland bekannte Mangatitel wie z.B. Claymore, Death Note oder Honey and Clover vertreiben, sagte an einem sogenannten "webinar", er sei "neugierig", ob Fan-Übersetzer wohl auch daran interessiert wären, für Tokyopop zu arbeiten. Er erkundigte sich danach, was Fan-Übersetzer, professionelle Übersetzer und Fans von der Idee halten würden und sagte außerdem, er sei diesbezüglich momentan mit Partner einer Scanlation-Seite im Gespräch. Allerdings komme dieses Modell vorerst nur für Titel in Frage, die gerade aufgrund niedriger Verkaufszahlen pausiert sind.

Dass der Sprung von Fansubs in die Marktindustrie klappen kann, macht Crunchyroll bereits erfolgreich vor. Angefangen hat das Portal als illegale Fansub-Streamingplattform. Mittlerweile vertreiben japanische Firmen dort ihre Anime, oft schon wenige Stunden nach japanischer TV-Ausstrahlung mit englischen Untertitel. Von dieser Idee ließ sich auch Levy inspirieren.

Im Deutschen Raum bewies das Inuyasha Fansub Projekt, dass eine Zusammenarbeit von Fans und Publishern durchaus möglich ist. Könnte das nun die Rettung sein für angeschlagene Publisher? Auf Fragen in diese Richtung antworteten an der Connichi an der sogenannten "Raubkopien Diskussionsrunde" Vertreter der Industrie, dies sei keine Möglichkeit, da sie befürchten, Fans seien nicht fähig, fristgerecht zu arbeiten und außerdem sei die Aufwandreduktion kaum der Rede wert, da bei einer Fan-Übersetzung ohnehin alles noch einmal von professionellen Übersetzern geprüft werden müsse... Ignoriert wurde dann aber wohl die Tatsache, dass es beim Inuyasha Fansub Projekt nicht die Fans waren, die Probleme damit hatten, fristgerecht zu arbeiten...

Viele Publisher scheinen lieber Insolvenz anzumelden und sich aus dem Markt zurückzuziehen, als neue, innovative Wege zu suchen, die Fans zu erreichen und mit ihnen zusammenzuarbeiten. Aber es ist ja auch einfacher, ein klares Feindbild zu haben und die bösen, bösen Fansubber und Scanlater zu kriminalisieren, als sich zu überlegen, wie man, unter Umständen auch mit deren Hilfe, durch das Beschreiten neuer Wege und Innovation seine Position im Markt nachhaltig stärken könnte.

Die Fansubber sind schon längst im 21. Jahrhundert angekommen, wann werden es wohl auch die Publisher sein...?

(Pic not related)

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... von Rei_Battlecake @ Do, 03. Dez 2009

Japanische Firmen vs Filesharer

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Laut einem Artikel der Nihon Keizai Shimbun organisieren fünf der größten japanischen Filme- und Animeproduzenten (unter ihnen Toho, Ghibli und Sunrise) gemeinsam ein Vorgehen gegen das illegale Verbreiten ihrer Werke im In- und Ausland. Vorgesehen ist offenbar, automatisiert nach illegalen Kopien bestimmter Werke zu suchen und bei den betreffenden Administratoren die Löschung dieses Materials zu fordern.

Die Aktion soll Mitte November mit 10 bis 15 ausgewählten Titeln beginnen. Darunter z.B. Ponyo oder Gundam 00. Überwacht werden sollen erst mal große chinesische Videosharing-Plattformen. Vorgesehen ist danach eine ausweitung des Projektes auch auf nicht-chinesische Plattformen.

Die Frage ist nun, inwiefern sich das auf Fansubs auswirken wird. Schon eine Überwachung der bekannten japanischen P2P-Netzwerke wie Winny oder Share durch solch große Firmen könnte dazu führen, dass es für Gruppen, die keine eigenen RAW-Capper haben, problematischer werden könnte, an RAWs zu kommen. Und falls das Ganze ausgeweitet wird, wäre es durchaus auch vorstellebar, dass große englischsprachige Videoplattformen oder auch Fansubtracker oder Ähnliches bald schon überwacht werden - die Frage ist dann nur, mit welchem Erfolg...

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... von Rei_Battlecake @ Di, 27. Okt 2009


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